Samstag, 21. Januar 2017

Interview mit einer Autorin.... heute Verena Rot

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Verena Rot brachte 2013 ihren ersten Roman auf den Markt. Apollonia - Schatten der Vergangenheit, so der Titel des ersten Bandes der 4- teiligen Cosy-Krimi-Reihe. Doch schon in der Kinder- und Jugendzeit schrieb sie Kurzgeschichten und Gedichte. Neue Autoren sind mir immer willkommen, vor allem wenn es mal nicht so der typische Krimi bzw. Thriller ist. Und für mich waren Cosy-Krimis was ganz neues, was mich allerdings positiv überrascht hat. Es passt halt, so ein wenig Spannung und Herzschmerz. Daher möchte ich Verena Rot einfach mal ein wenig ausfragen über ihr Leben als „frischgebackene“ Autorin.
 Meine Rezension findet ihr hier und hier.
Bitte nehme Platz auf dem braunen Sofa und erzähle ein wenig von Dir.


Wie bist Du dazu gekommen, Autorin zu werden?
Mein Traum war es schon immer ein Buch zu schreiben. In der Elternzeit fand ich schließlich Zeit und Muße, mich mit dem Schreiben zu befassen. In dieser Zeit hatte ich die Ideen für meine Apollonia-Reihe, und der erste Band entstand.


Wie recherchierst Du für Deine Bücher, und woher kommen die Ideen?
Vieles recherchiere ich im Internet. Ich kann mich an jedes Fleckchen der Welt googlen und für die meisten Fragen die passenden Antworten finden. Oder ich wälze Bücher zu verschiedenen Themen. Wenn ich dennoch einmal eine spezielle Frage habe, greife ich auch zum Telefon und kontaktiere Fachleute.
Und woher kommen meine Ideen? Das ist eine gute Frage. Manchmal brauche ich nur eine Person zu sehen oder irgendwo einen Gesprächsfetzen mitzubekommen und schon arbeitet es in meinem Kopf – und eine Idee ist geboren.

Haben persönliche Erlebnisse Einfluss auf Deine Romane?
Manchmal konstruiere ich erlebte Situationen so um, dass sie in meine Geschichten passen. Sei es ein Gespräch oder Verhaltensweisen von Personen. Dabei überspitze ich sehr gerne, sodass ich niemandem zu Nahe trete.

Deine Krimis sind ja sogenannte Cosy-Krimis. Warum Cosy-Krimis?
Mir gefällt das heimelige, das gemütliche an diesen Krimis. Auch die Beziehungen, Verwicklungen und Entwicklungen der Charaktere finde ich spannend. Wenn zum Beispiel scheinbar harmlose Figuren ihre dunklen Seiten offenbaren.

Apollonia - Saat des Bösen ist ja der zweite Krimi einer vierteiligen Reihe. Wie kamst Du darauf, eine Serie zu schreiben? Und warum gerade vierteilig?
Buch-Reihen lese ich selbst sehr gerne. Die Figuren haben Zeit sich zu entwickeln, nach und nach lernt der Leser sie kennen. Deshalb wollte ich ebenfalls eine Reihe schreiben. Allerdings mit einem festgelegten Ende. Außerdem wollte ich eine Protagonistin erschaffen, die selbst eine Vergangenheit hat, mit der sie sich auseinandersetzen muss. So kam ich auf Apollonias Geschichte, die sich gut in vier Bänden erzählen ließ.

Wie bist Du auf den Namen Apollonia gekommen? Es ist doch ein recht ungewöhnlicher Name!
Das werde ich häufig gefragt. Meine Protagonistin ist etwas Besonderes, dementsprechend sollte sie auch einen außergewöhnlichen Namen haben. Wobei der Name in Griechenland ein gängiger Name ist – und meine Apollonia ist schließlich auch Halbgriechin. Ihn gelesen habe ich allerdings in meiner Heimatstadt – auf dem Friedhof. Dort liest man eine Menge alter ungewöhnlicher Namen, und wenn ich dort nicht fündig werde, kommen meine Babynamenbücher aus der Schwangerschaft zum Einsatz.

In Deinen Krimis geht es ja auch um Angst und Tod. Vor was hast Du Angst?
Meine größte Angst ist, dass meiner Familie und mir etwas passiert. Sei es ein Unfall oder eine schwere Krankheit, die plötzlich unser Leben bestimmen könnte.

Auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz? Erzähl uns ein wenig über die Liebe.
Die Liebe ist etwas Wunderbares. Für mich ist sie neben der Gesundheit das Wichtigste im Leben. Ohne sie gehen wir zugrunde.
Was war Dein allererster Versuch einen Roman zu schreiben und was ist mit ihm passiert? Ist er veröffentlicht oder schlummert er gut versteckt in einer Schublade/Festplatte?
Mein erster Roman entstand nach einem Irland-Urlaub. Er liegt tatsächlich noch gut verwahrt in meiner Schublade. Nach Abschluss meiner Apollonia-Reihe darf er ans Licht.


Wie lange brauchst Du für ein Buch?
Für alles zusammen (Recherche, Schreiben, Überarbeitung und Veröffentlichung) etwa ein Jahr.


Hast Du schon mal eine Schreibflaute? Und wie gehst Du damit um?
Seltsamerweise schleicht sich diese Schreibblockade kurz vor Beendigung des Romans ein. Das war bei beiden Büchern gleich. Ich weiß zwar, was ich schreiben will, aber so richtig bekomme ich es nicht niedergeschrieben. Dementsprechend ziehen sich die letzten zwei bis drei Kapitel über mehrere Wochen hin. Doch ich bin zuversichtlich, dass sich das irgendwann einmal ändern wird. Man wächst mit seinen Büchern.

Wie sieht Dein Alltag derzeit aus und wie fügst Du das Schreiben in diesen ein. Wo schreibst Du am liebsten?
Um halb sieben klingelt mein Wecker. Bis um acht Uhr bin ich mit meinen Kindern beschäftigt (wecken, Frühstück vorbereiten, Pausenbrote schmieren). Sobald mein zweites Kind aus dem Haus ist, mache ich mir einen Kaffee und setze mich sofort an den Laptop. Dort sitze ich dann bis zwölf oder dreizehn Uhr – je nachdem, wann das erste Kind eintrudelt. Danach nehme ich mir Zeit für meine Familie und den Haushalt.
Einen echten Lieblingsplatz zum Schreiben habe ich nicht, aber in meinem Arbeitszimmer unterm Dach arbeite ich recht gern. Dort sitze ich an einem Sekretär, umgeben von vollen Bücherregalen – Inspiration pur.


Selbstverlag oder große Verlage? Was liegt Dir mehr?
Bisher habe ich meine Manuskripte bei keinem Verlag vorgestellt und stattdessen selbst veröffentlicht.

Printbooks oder lieber Ebooks. Was veröffentlichst Du lieber?
Ich mag beide Formate. Allerdings ist es schon toll, das eigene gedruckte Buch in den Händen zu halten.

Wie hat sich Dein Leben verändert?
Mein Traum hat sich erfüllt. Ich bin total happy, dass meine Krimis eine interessierte Leserschaft gefunden haben. Auch zu Wohnzimmerlesungen werde ich eingeladen, und es freut mich immer wieder, persönlich mit meinen LeserInnen über die Geschichten zu sprechen.

Wärest Du lieber die Böse oder die Gute in Deinen Krimis, falls Du dort eine Rolle spielen könntest?
Ich würde mich für die Böse entscheiden. Diese Rollen sind meiner Meinung nach vielschichtiger und interessanter.

Hast Du noch einen anderen Beruf?
Ich bin Mutter, Ehefrau und Hausfrau. Gelernt habe ich Kauffrau für Bürokommunikation und zuletzt habe ich als Sachbearbeiterin in einem Energiekonzern gearbeitet.

Wen würdest Du gerne einmal treffen?
Den Literaturkritiker Denis Scheck. Mich würde seine Meinung zu meinen Geschichten und meinem Schreibstil interessieren – auch wenn er mich gnadenlos verreißen würde.

Wo siehst Du Dich in fünf/zehn Jahren?
In meinem Arbeitszimmer am Laptop.

Liest Du selber gerne? Wenn ja was?
Ich bin eine absolute Leseratte – schon immer gewesen. Ich lese querbeet, wobei ich mich mit historischen Romanen schwer tue. Am wohlsten fühle ich mich im Krimi-Genre.

Hast Du noch Projekte, die Du in Zukunft erreichen willst oder beenden willst?
Nach Apollonia werde ich eine Reihe über einen irischen Inspektor in Angriff nehmen. Auch habe ich bereits Ideen für eine weitere Cosy-Krimi-Reihe. Mal sehen, was daraus wird.


  
Kauffrau zur Bürokommunikation. Toll, da habe ich was mit der Verena gemeinsam. Habe ich auch gelernt. Sehr symphatisch :-) Nun würde ich gerne wissen, ob sie sich auch so mit dem Steno rumgequält hat *lach* Wer mehr über die neue Krimiautorin wissen möchte und auch über ihre Bücher, der schaut mal auf der Homepage von VerenaRot vorbei.

Quelle: verenarot.de

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